Braunbär
Kraftpaket auf leisen Sohlen
Der Braunbär wirkt auf den ersten Blick eher schwerfällig. Aber der große Allesfresser kann eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen – ein menschlicher Sprinter schafft gerade mal 35 km/h! Beim Laufen tritt der Bär mit der ganzen Sohle auf. So ist sein Gewicht gut verteilt. Bemerkenswert ist die Fingerfertigkeit des Braunbären. In freier Wildbahn dient sie ihm zur Nahrungssuche. In Tierparks stellt sie allerdings immer wieder die Einrichtung von Gehegen auf die Probe.
Ursus arctos arctos
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Eine Bärin trägt 6-9 Monate lang ihre Jungtiere aus. Meist sind es zwei. Die eigentliche Entwicklungszeit für Braunbären liegt aber nur bei etwa 3 Monaten. Um die Fortpflanzung der Einzelgänger zu sichern, dauert die Paarungszeit recht lange. Dennoch soll der Nachwuchs gut geschützt während der Winterruhe zur Welt kommt. Deshalb legt der Embryo eine Entwicklungspause (Keimruhe) ein.
Auch wenn Bären den ganzen Winter verschlafen, halten sie keinen Winterschlaf. Der Organismus läuft also nicht „auf Sparflamme“. Vielmehr halten sie Winterruhe: Körpertemperatur, Puls und Atmung bleiben beinahe konstant. Und der Bär ernährt sich ausschließlich von seinen reichen Fettvorräten. Ist der Winter sehr mild oder das Nahrungsangebot sehr gut, fällt die Winterruhe auch mal aus.
Wer kennt nicht den berühmten Bären-Song?! Und tatsächlich sieht ein Braunbärenleben recht gemütlich aus: Beeren und Wurzeln, Fleisch und Fisch und natürlich Honig stehen auf der Speisekarte. Es gibt viel Schlaf und wenige Feinde. Nur vor dem Menschen sowie anderen Bären müsste er sich in Acht nehmen. Ganz so gemütlich ist es aber doch nicht. Bären legen große Strecken zurück, um Futter zu finden. Gelegentlich müssen sie sich auch schon mal mit wenig nahrhaften Pflanzen begnügen.
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